Fünf überraschende Fakten über Hannover

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Entdeckt mit uns die Landeshauptstadt neu
 

Wusstet ihr schon, dass Hannover mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick sieht?
Wir nehmen euch mit auf eine gemeinsame Entdeckungsreise und teilen fünf überraschende Fakten über unsere wundervolle Stadt.

 

1. Wir Treffen uns gern "unterm Schwanz"

Warum denn gerade dort?

Wir könnten uns auch "unterm Schweif" treffen – das wäre eindeutiger und korrekter. Dieser gehört nämlich zu keinem geringern als Ibrahim, dem wohl bekanntesten Pferd unserer schönen niedersächsischen Landeshauptstadt. Direkt vor dem Hauptbahnhof könnt ihr das bronzene Standbild bewundern: Ibrahim, das treue Leibross des hannoverschen Königs Ernst August, verewigt im Trab. Sein Besitzer, in Husarenuniform, sitzt erhaben auf ihm – ein König, der für seine tiefe Wertschätzung gegenüber seinen vierbeinigen Gefährten bekannt war, manchmal sogar mehr als für seine Haltung seinen Mitmenschen gegenüber. Eine kleine, aber berührende Anekdote dazu: Bei der Beerdigung von Ernst August war es Ibrahim, dem die Ehre zuteilwurde, direkt hinter dem Leichenwagen zu laufen.
 

2. Wir haben eine echte Geisterstation

Klingt wie etwas aus einem Gruselroman, oder?

Aber es ist wahr. Wer die Rolltreppe am Hauptbahnhof hinunter zur Stadtbahnlinie B nimmt, könnte kaum vermuten, dass direkt unter seinen Füßen ein verborgener Bahnhof existiert. Zurück in den 1970er Jahren, als die Tunnel für das neue Stadtbahnnetz ausgehoben wurden, umfasste der Plan auch eine unterirdische Route für die Linie D. Da am Hauptbahnhof ohnehin Bauarbeiten im Gange waren, entschied man, die Station für die Linie D gleichzeitig zu errichten. Allerdings wurde die Linie D, teilweise aufgrund finanzieller Hürden, nie in Betrieb genommen, wie ursprünglich geplant. Heute ist der Zugang zu diesem verborgenen Bahnhof nur im Rahmen spezieller Führungen möglich.



3. Bei uns wurde der moderne Tapetenkleister geboren

Wie hat eine Erfindung aus Hannover die Welt der Tapeten revolutioniert?

Der moderne Tapetenkleister wurde von Ferdinand Sichel in Hannover erfunden. Einfach Kleister auftragen, Tapete an die Wand - und voilà, fertig! Was heute mit ein paar Handgriffen und etwas Geschick erledigt ist, war Ende des 19. Jahrhunderts eine mühsame Aufgabe: Das Klebemittel aus tierischem Leim musste jedes Mal frisch gekocht werden, verfärbte die Tapete und war zudem wenig wasserbeständig. Hier kommt Ferdinand Sichel ins Spiel. Als gebürtiger Hannoveraner entwickelte er einen neuen Klebstoff auf Basis von Pflanzenstärke und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum deutschen Experten für Klebstoffe.

 

4. Einmalige Kioskdichte: Unser Linden-Nord führt deutschlandweit

Es ist schon spät, und ihr habt Lust auf einen Snack oder ein kühles Getränk?

Bei uns ist das kein Problem! Denn neben unserer Maxibar im Werkhof Hotel gibt es rund 230 Kioske und Trinkhallen, die offiziell bei der Stadt Hannover gelistet sind. Es wird sogar geschätzt, dass die Zahl eher bei 400 liegt. Das liegt daran, dass einige von ihnen als kleine Verkaufsläden, Lotto-Annahmestellen oder Paketshops geführt werden. Ein interessantes Detail: Die meisten dieser Kioske findet ihr in Linden Nord. Früher lebten hier viele Arbeiter:innen, und die Kioske boten ihnen die perfekte Möglichkeit, nach einem langen Arbeitstag noch schnell das Nötigste einzukaufen oder in ein wohlverdientes Feierabendbier zu investieren. Diese Tradition lebt bis heute und macht den Stadtteil besonders.



5. Der älteste Doktorand hat an unserer Universität promoviert

Wer hat wohl als Opa unter den Absolventen an der Uni Hannover die Abschlussarbeit abgegeben?

Mit 97 Jahren, acht Monaten und 18 Tagen erreichte Heinz Wenderoth einen bemerkenswerten Lebensmeilenstein: Am 29. September 2008 wurde ihm die Doktorwürde an der Universität Hannover verliehen. Der Antrieb für Wenderoth, diesen akademischen Grad anzustreben, lag tief in seiner Vergangenheit begründet. Jahrzehntelang hatten seine Forschungsergebnisse zu Trichoplax adhaerens, einem kaum sichtbaren Scheibentier, ungenutzt in seiner Schublade verweilt.  Trotz seiner bereits erlangten Anerkennung und einer erfolgreichen Karriere als Chefarzt, bevor er mit der Promotion begann, zeigt Wenderoths Geschichte, dass es nie zu spät ist, um neue Gipfel zu erklimmen.

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